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Der Sächsische Richterverein ist der größte Berufsverband der Richterinnen und Richter, Staatsanwältinnen und Staatsanwälte im Freistaat Sachsen. 

Der Verein streitet für die beruflichen Interessen aller Richterinnen und Richter, Staatsanwältinnen und Staatsanwälte und für die Entwicklung des Rechts auf demokratischer Grundlage.

Unsere nächsten Termine: 

08.05.2019 Landesvor-standssitzung in Dresden

03.07.2019 Landesvor-standssitzung in Dresden

09.10.2019 Landesvor-standssitzung in Leipzig

15.11.2019 Gesamtvor-standssitzung in Dresden

 


SRV Aktuell vom 12. April 2019

Landesvorstand konstituiert - Vorhaben für 2019/2020 - Aktuelle Entwicklungen in der sächsischen Justiz


Gestern hat sich der auf der Mitgliederversammlung im letzten Monat neu gewählte Landesvorstand konstituiert. Auf der Sitzung in Dresden wurden die stellvertretenden Vorsitzenden bestimmt und die Geschäftsbereiche folgendermaßen zugeordnet:


Reinhard Schade                    Leitung, Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Vorsitzender
Dr. Hartwig Kasten                Personal- und Rechtspolitik, Mediation, Ethik
stv. Vorsitzender
Dr. Stefan Henke                    Straf- und Strafverfahrensrecht, eJustiz
stv. Vorsitzender
Dr. Alexander Brech                 Kassen- und Mitgliederwesen
Franziska Heerwig                    Pebb§y, Homepage, Zivil- und Zivilverfahrensrecht
Frank Ponsold                              Geschäftsführer
Romy Scharf                                 Assessoren, Mitgliederwerbung
Karin Schreitter-Skvortsov Mitwirkungsrechte und -gremien
Dr. Andreas Stadler                  Redaktion INFO, Besoldung und Versorgung
Michael Wehnert                       Amtsrecht, Belange der Staatsanwälte
Andreas Zimmer                        Fachgerichtsbarkeiten


Der Landesvorstand hat zudem die Schwerpunkte seiner Arbeit für die Jahre 2019 und 2020 erörtert. Die Angelegenheiten der Richter und Staatsanwälte sowie die Rechtsstaatspolitik werden – dem Zweck unseres Vereins entsprechend – auch weiterhin im Vordergrund stehen. Besonders wichtig sind eine hinreichende Personalausstattung der Justiz sowie eine angemessene Besoldung. Bei der Personalausstattung kommt es darauf an, den veränderten Belastungen Rechnung zu tragen und den Generationenwechsel in der Justiz weiter vorzubereiten. In Fragen der Besoldung wird der Vorstand kurzfristig die Umsetzung der Vereinbarung über die Übernahme des Tarifergebnisses begleiten. Zudem werden in der Zeit bis zur nächsten Besoldungsrunde strukturelle Änderungen des Besoldungsrechts zu erörtern sein. Anknüpfend an die Podiumsdiskussion auf der Mitgliederversammlung sieht der Vorstand zudem auch die Richter und Staatsanwälte in der Verantwortung, den Rechtsstaat zu stärken und seine Werte zu vermitteln. Im Vorfeld der Landtagswahl wird der Vorstand
daher Vorschläge zur Stärkung des Rechtsstaates erarbeiten und gegenüber den politischen Parteien vertreten.

Mit Blick auf die aktuellen Entwicklungen in der sächsischen Justiz hat sich der Vorstand mit der jüngsten Entscheidung des Bundesverfassungsgerichts zum richterlichen Bereitschaftsdienst und der Belastungssituation am Sozialgericht Dresden befasst.


Einen allgemeinen nächtlichen richterlichen Bereitschaftsdienst hält der Vorstand in keinem der sächsischen Landgerichtsbezirke für erforderlich. Mit dem gestärkten Richtervorbehalt für Fixierungen ist zwar der Arbeitsaufwand im Bereitschaftsdienst erheblich gewachsen. Dies muss zügig und deutlich in der Personalbedarfsberechnung und der Personalausstattung der betroffenen Gerichte zum Ausdruck kommen. Die Zahl der Fälle zur Nachtzeit ist jedoch nach bisheriger Erfahrung nicht so erheblich, dass deshalb Bedarf für einen richterlichen Bereitschaftsdienst auch in der Zeit zwischen 21:00 Uhr und 6:00 Uhr bestehen würde.


Die Belastungssituation an den Sozialgerichten hat sich allen Bemühungen der Kollegen und auch der Justizverwaltung zum Trotz bisher nicht nachhaltig verbessert und ist insgesamt nicht hinnehmbar. Die Zahl der offenen Verfahren pro Richterdezernat und die Dauer dieser Verfahren erscheint seit längerer Zeit rechtsstaatlich problematisch. Hier ist Abhilfe dringend geboten.


Schließlich hat der Vorstand eine Stellungnahme zum Entwurf einer Änderung im Besoldungsrecht verabschiedet. Die Änderung regelt vor allem neue Zuschläge für einzelne Berufsgruppen. Der Vorstand ist der Auffassung, dass sich die amtsangemessene Besoldung vornehmlich aus der Tabelle, nicht aber aus Zuschlägen ergeben sollte.

SRV Aktuell vom 26. März 2019

Besoldungseinigung - Tarifvolumen wird übernommen - Erhöhungen von 3,2 % in den Jahren 2019 und 2020 und von 1,4 % im Jahr 2021 - SRV stimmt zu


Gestern kamen das Staatsministerium der Finanzen und die Vertreter der Gewerkschaften und Interessenvertreter der Beamten und Richter überein, die Einigung aus dem Tarifvertrag für den öffentlichen Dienst der Länder (TvL) auf die Beamten, Richter und Versorgungsempfänger zu übertragen. Das Tarifergebnis für die Angestellten hatte lineare Erhöhungen von 3,01% im Jahr 2019, von 3,12% im Jahr 2020 und von 1,4%
im Jahr 2021 vorgesehen. Wegen der daneben im Tarif enthaltenen strukturellen Elemente beträgt das Gesamtvolumen der Tarifeinigung allerdings jeweils 3,2% in den Jahren 2019 und 2020 und 1,4% im Jahr 2021.


Die gefundene Einigung, an der für den SRV der Landesvorsitzende Reinhard Schade und Vorstandsmitglied Dr. Andreas Stadler mitgewirkt haben, sieht vor, das Volumen der Tarifeinigung linear auf die Beamten, Richter und Versorgungsempfänger zu übertragen. Damit erhöhen sich die Werte der Besoldungstabellen wie folgt:
· rückwirkend zum 1. Januar 2019 um 3,2%
· zum 1. Januar 2020 um 3,2%
· zum 1. Januar 2021 um 1,4%.
Damit wird Sachsen zugleich dem Beispiel der meisten Bundesländer folgen. Die sich daraus ergebenden Werte für die R-Besoldung sind als Anlage beigefügt. Nach aktueller Einschätzung des Finanzministeriums dürften die Nachzahlungen für 2019 im August erfolgen.


Für den SRV ist dieses Ergebnis ein voller Erfolg. Es ist gelungen, das Prinzip der linearen Volumenübertragung weiter in der Praxis zu verankern. Durch die Übertragung des Volumens der Tarifeinigung nehmen die Beamten, Richter und Versorgungsempfänger in der gleichen Weise an der wirtschaftlichen Entwicklung teil wie die Angestellten. Dies entspricht den Anforderungen aus der Rechtsprechung des Bundesverfassungsgerichts, die soziale Differenzierungen bei Besoldungsanpassungen ausschließt. Zudem ist die lineare Volumenübertragung
anders als Einmalzahlungen vollständig tabellenwirksam und setzt sich damit auch in der Zukunft fort. Dieses Ergebnis konnte durch das konstruktive Zusammenwirken der Gewerkschaften und Interessenvertretungen einerseits und die verantwortungsbewusste Herangehensweise des Finanzministeriums andererseits erreicht werden.


Reinhard Schade hat dieser Einigung für den SRV zugestimmt, nachdem die ordentliche Mitgliederversammlung in der vergangenen Woche einstimmig entschieden hatte, eine Übertragung des Tarifergebnisses zu unterstützen, wenn mindestens das dort vorgesehene Volumen und mindestens die dort vorgesehene lineare Anpassung übernommen werden. Beide Bedingungen erfüllt die Einigung. Der Einberufung einer außerordentlichen Mitgliederversammlung wie bei vorigen Besoldungsvereinbarungen bedarf es daher nicht. Das bevorstehende Gesetzgebungsverfahren zur Umsetzung dieser Einigung wird der SRV unterstützen.


Nicht Gegenstand der Gespräche waren die Vorlagebeschlüsse zum Abstand der Besoldung von der Grundsicherung. Hierüber wird gegebenenfalls nach Entscheidungen des Bundesverfassungsgerichts
zu befinden sein.

Download
Besoldungsergebnis 2019 bis 2021
Besoldungsergebnis 2019-2021.pdf
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SRV Aktuell vom 20. März 2019

Gestern fand im Landgericht Dresden die jährliche Mitgliederversammlung des SRV statt.


Vor den knapp 50 erschienenen Mitgliedern erstattete der Landesvorsitzende Reinhard Schade den Bericht des Vorstandes. Er hob die aktive Rolle des SRV in der Rechts- und Justizpolitik in Sachsen hervor. Im vergangenen Jahr hat der Vorstand unter großer Beteiligung der Kollegen und intensiven Erörterungen sein Konzept für die Änderung der Personalentwicklungsgrundsätze veröffentlicht und damit die für die Justiz wichtige Diskussion angestoßen, wie der Generationenwechsel in der Justiz praktisch bewältigt werden kann. Auf das Thema Generationenwechsel selbst hatte der SRV schon vor Jahren hingewiesen, lange bevor es in der Landespolitik ankam. Zudem hat der Verein in mehreren Gesetzgebungsverfahren Stellung genommen. Reinhard Schade sprach auch die aktuelle strafrechtspolitische Diskussion um beschleunigte Verfahren und Bagatellkriminalität an und betonte dabei die Bedeutung einer wirksamen Strafverfolgung für die Akzeptanz des Rechtsstaates ebenso wie das große Engagement der Kollegen. Dabei dürfe aber nicht aus dem Blick geraten, dass der Rechtsstaat auch Bedrohungen durch komplexere Kriminalitätsstrukturen Herr werden müsse. Reinhard Schade konnte zudem einen weiteren Zuwachs der Mitgliederzahl feststellen. Mit über 400 Mitgliedern zählt inzwischen etwa jeder Vierte sächsische Richter und Staatsanwalt zu unserem Verband und tritt mit uns für die Justiz und die Interessen unseres Berufsstandes ein.


Die Mitgliederversammlung hat zudem den neuen Landesvorstand gewählt. Reinhard Schade wurde als Landesvorsitzender wiedergewählt, ebenso die Vorstandsmitglieder Franziska Heerwig, Dr. Stefan Henke, Dr. Hartwig Kasten, Frank Ponsold, Karin Schreitter-Skvortsov, Dr. Andreas Stadler und Andreas Zimmer. Neu in den Vorstand wurden Romy Scharf aus Leipzig, Dr. Alexander Brech und Michael Wehnert aus Dresden gewählt. Den ausgeschiedenen Vorstandsmitgliedern Peter Stange, Steffen Riemer und Lars Brügmann dankte Reinhard Schade unter dem Applaus des Plenums für ihre langjährige engagierte Arbeit.


Kurzfristig wurde die Übernahme des Tarifabschlusses für den öffentlichen Dienst auf die Beamten und Richter auf die Tagesordnung der Mitgliederversammlung aufgenommen. Hierzu erstattete Dr. Andreas Stadler Bericht. Der Tarifabschluss hat ein Volumen von 3,2 % im Jahr 2019, 3,2 % im Jahr 2020 und 1,4 % im Jahr 2021, wobei die linearen Erhöhungen 3,01 % im Jahr 2019, 3,12 % im Jahr 2020 und 1,29 % im Jahr 2021 betragen. Die Gespräche zwischen dem Finanzministerium, den Gewerkschaften und dem SRV betreffen derzeit die Frage, wie die nicht-linearen Anteile des Tarifergebnisses auf die Beamten und Richter in verfassungsgemäßer Weise übertragen werden können. Die noch am Bundesverfassungsgericht anhängigen Richtervorlagen wegen des Abstandsgebot spielen in den Gesprächen noch keine Rolle; hier bleibt die Entwicklung abzuwarten. Die Mitgliederversammlung hat die Gesprächsteilnehmer des SRV, Reinhard Schade und Dr. Andreas Stadler, mandatiert, einem Gesprächsergebnis für den SRV zuzustimmen, das mindestens das Volumen und die linearen Erhöhungen des Tarifergebnisses auf die Beamten und Richter überträgt.

letzte Aktualisierung: 2. Mai 2019